Weiterkommen-Wette im DFB-Pokal: Auf den Sieger setzen, egal wie

Updated Juli 2026
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Egal wie — Hauptsache weiter. Die Weiterkommen-Wette ist der Wettmarkt, der am besten zum DFB-Pokal passt. Statt auf das Ergebnis nach 90 Minuten zu setzen, wettet man darauf, welches Team die nächste Runde erreicht — unabhängig davon, ob die Entscheidung in der regulären Spielzeit, in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen fällt. Kein Unentschieden als Ausgang, keine Regelverwirrung: Ein Team kommt weiter, das andere scheidet aus.

Im DFB-Pokal, wo jedes Spiel einen Sieger braucht und der Weg zum Finale über maximal sechs KO-Runden führt, ist die Weiterkommen-Wette das natürliche Wettformat. Und doch nutzen sie erstaunlich wenige Wettende — viele greifen aus Gewohnheit zum Dreiweg-Markt und übersehen den entscheidenden Unterschied. Das Ergebnis: verlorene Wetten trotz korrekt vorhergesagtem Gesamtausgang.

So funktioniert die Weiterkommen-Wette

Die Mechanik ist simpel: Sie wählen ein Team, und wenn dieses Team nach Abschluss aller Spielphasen — reguläre 90 Minuten, Verlängerung, Elfmeterschießen — das Pokalspiel gewonnen hat, ist Ihre Wette gewonnen. Der Weg zum Sieg spielt keine Rolle. Ein 5:0 nach 60 Minuten zählt genauso wie ein 1:0 in der 119. Minute oder ein 4:3 im Elfmeterschießen.

Diese Totalität macht die Weiterkommen-Wette zum inklusivsten Markt im Pokalprogramm. Sie erfasst alle Szenarien, die ein DFB-Pokalspiel hervorbringen kann — auch die dramatischsten. Der Rekord steht bei 13:12 im Elfmeterschießen zwischen dem SV Sandhausen und dem VfB Stuttgart aus der Saison 1995/96, als 26 Elfmeter geschossen wurden, bevor ein Sieger feststand. Bei der Weiterkommen-Wette wäre dieser Marathon irrelevant gewesen — nur das Ergebnis zählt.

Die Quoten der Weiterkommen-Wette sind zwangsläufig niedriger als die des Dreiweg-Marktes, weil die Wahrscheinlichkeit des Eintretens höher ist. Wenn ein Team auf dem Dreiweg bei 2.50 steht, liegt die Weiterkommen-Quote für dasselbe Team typischerweise bei 1.70 bis 2.00 — weil die Verlängerung und das Elfmeterschießen als zusätzliche Chancen eingerechnet werden. Der Trade-off ist klar: niedrigere Quote, höhere Trefferwahrscheinlichkeit.

Ein wichtiger technischer Punkt: Die Weiterkommen-Wette wird bei den meisten Buchmachern als Zweiweg-Markt angeboten — es gibt nur zwei Ausgänge, kein Unentschieden. Das unterscheidet sie fundamental vom Dreiweg-Markt und hat Konsequenzen für die Quotenberechnung: Der Overround bezieht sich auf zwei statt drei Ausgänge, was den Quotenschlüssel in der Regel verbessert. Wettende, die den Quotenschlüssel vergleichen, stellen oft fest, dass die Weiterkommen-Wette eine bessere Auszahlungsquote bietet als der Dreiweg.

Bei einigen Anbietern wird die Weiterkommen-Wette auch als To Qualify oder Nächste Runde bezeichnet. Die Bezeichnung variiert, das Prinzip ist identisch: Wer in die nächste Runde einzieht, gewinnt die Wette. Unerheblich ist dabei, ob der Sieg durch ein Tor in der Nachspielzeit, einen Glanzmoment in der Verlängerung oder einen gehaltenen Elfmeter zustande kommt. Diese Inklusion aller möglichen Entscheidungswege macht die Weiterkommen-Wette zum unkompliziertesten Markt im Pokal-Portfolio.

Weiterkommen vs. Dreiweg: Wann welche Wette passt

Die Entscheidung zwischen Weiterkommen-Wette und Dreiweg-Markt hängt davon ab, welche Meinung der Wettende über das Spiel hat und welches Risiko er eingehen will.

Die Weiterkommen-Wette ist die richtige Wahl, wenn man eine Überzeugung zum Gesamtausgang hat, aber keine Aussage über die reguläre Spielzeit treffen will. Im DFB-Pokal-Halbfinale Leverkusen gegen Bayern beispielsweise: Wer glaubt, dass Leverkusen weiterkommt, aber ein enges Spiel erwartet, das möglicherweise in die Verlängerung geht, wählt die Weiterkommen-Wette. Eine Dreiweg-Wette auf Leverkusen würde bei einem 0:0 nach 90 Minuten verlieren — selbst wenn Leverkusen anschließend in der Extra Time das 1:0 erzielt.

Der Dreiweg-Markt ist dann vorzuziehen, wenn die eigene Analyse eine spezifische Spielverlaufshypothese stützt. Wer etwa glaubt, dass ein Pokalhalbfinale zwischen zwei gleichstarken Teams nach 90 Minuten remis enden wird, findet auf der X-Quote des Dreiwegs besseren Value als auf dem Weiterkommen-Markt. Die Unentschieden-Option existiert auf dem Weiterkommen-Markt nicht — wer darauf setzen will, muss den Dreiweg wählen.

Eine dritte Konstellation: In der 1. Runde, wenn ein Bundesligist auf einen Amateurverein trifft und die Dreiweg-Quote bei 1.05 liegt, bietet die Weiterkommen-Wette möglicherweise keinen zusätzlichen Vorteil — die Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung ist so gering, dass Dreiweg- und Weiterkommen-Quote fast identisch sind. In diesem Fall ist der Dreiweg die pragmatische Wahl, weil die Quote marginal höher sein kann.

Die Faustregel: Je enger das Spiel, desto wertvoller die Weiterkommen-Wette. Je klarer der Favorit, desto weniger Unterschied zum Dreiweg. Im Halbfinale und Finale des DFB-Pokals, wo die Teams eng beieinanderliegen und Verlängerungen häufiger vorkommen, ist die Weiterkommen-Wette fast immer die bessere Wahl als der Dreiweg-Sieg.

Es gibt eine weitere Situation, in der die Weiterkommen-Wette dem Dreiweg überlegen ist: wenn der Wettende eine hohe Überzeugung hat, aber die Spielzeit des Sieges nicht einschätzen kann. Ein Pokalhalbfinale, in dem man sicher ist, dass Leverkusen weiterkommt, aber keine Idee hat, ob das in der 70. oder der 110. Minute passiert, schreit nach der Weiterkommen-Wette. Die Dreiweg-Wette bestraft die zeitliche Ungewissheit, die Weiterkommen-Wette ignoriert sie.

Quotenbeispiel: Weiterkommen-Wette im Halbfinale 2026

Die Halbfinals des DFB-Pokals 2025/26 — Leverkusen gegen Bayern am 22. April und Stuttgart gegen Freiburg am 23. April — bieten ein ideales Anwendungsfeld für die Weiterkommen-Wette.

Leverkusen gegen Bayern: Auf dem Dreiweg-Markt dürfte Leverkusen bei etwa 2.40, das Unentschieden bei 3.40 und Bayern bei 2.90 stehen. Auf dem Weiterkommen-Markt könnte Leverkusen bei 1.75 und Bayern bei 2.10 notiert sein. Die Differenz zwischen Dreiweg-Sieg und Weiterkommen spiegelt die Wahrscheinlichkeit einer Verlängerung wider: Je höher die Differenz, desto wahrscheinlicher schätzt der Buchmacher ein Remis nach 90 Minuten ein.

Stuttgart gegen Freiburg: Hier ist die Favoritenstruktur klarer. Stuttgarts Dreiweg-Quote dürfte bei 1.80 liegen, die Weiterkommen-Quote bei 1.45 bis 1.55. Freiburgs Dreiweg bei 4.20, Weiterkommen bei 2.50 bis 2.80. Für Freiburg-Wettende ist die Weiterkommen-Wette besonders attraktiv, weil sie die Verlängerung als Gleichmacher einschließt. Wenn Freiburg 90 Minuten lang das 0:0 hält, stehen die Chancen in der Extra Time und im Elfmeterschießen deutlich besser als die Dreiweg-Quote suggeriert.

Wer die Weiterkommen-Wette im Halbfinale nutzen will, sollte die Quoten mehrerer Anbieter vergleichen. Die Differenz zwischen dem besten und dem schlechtesten Angebot auf dem Weiterkommen-Markt beträgt bei Pokalspielen typischerweise 0,10 bis 0,20 Punkte — bei einem Einsatz von 50 Euro entspricht das einem Unterschied von 5 bis 10 Euro potenziellem Gewinn.

Ein strategischer Aspekt verdient besondere Beachtung: Die Weiterkommen-Wette eignet sich hervorragend als Absicherung für Dreiweg-Wetten. Wer auf der Dreiweg-Seite den Außenseiter Freiburg spielt und gleichzeitig eine kleinere Weiterkommen-Wette auf Stuttgart platziert, hat eine Hedging-Strategie, die Verluste begrenzt. Wenn Freiburg nach 90 Minuten gewinnt, profitiert die Dreiweg-Wette massiv. Wenn Stuttgart erst in der Verlängerung siegt, rettet die Weiterkommen-Wette einen Teil des Einsatzes. Diese Kombination aus Dreiweg und Weiterkommen ist eine der intelligentesten Wettstrukturen, die der DFB-Pokal bietet. Egal wie — Hauptsache weiter. Und Hauptsache, die Quote stimmt.

Hinweis: Sportwetten sind ein Glücksspiel und können süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst und setzen Sie nur Geld ein, dessen Verlust Sie verkraften können. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Hilfe erhalten Sie bei der BZgA unter 0800 1 37 27 00 sowie unter check-dein-spiel.de. Alle genannten Wettanbieter verfügen über eine gültige GGL-Lizenz. Glücksspiel kann süchtig machen.