Elfmeterschießen im DFB-Pokal: Rekorde und Wettchancen
Ladevorgang...
26 Schüsse, ein Sieger — der dramatischste Moment im Pokal. Das Elfmeterschießen im DFB-Pokal ist mehr als ein Tiebreaker: Es ist ein eigenes Format, ein Nervenspiel und für Wettende ein Markt mit ganz eigenen Regeln. Wenn nach 120 Minuten kein Sieger feststeht, entscheidet eine Serie von Elfmetern über Weiterkommen und Ausscheiden. Keine Taktik, keine Auswechslungen, nur Schütze gegen Torhüter.
Für Wettende ist das Elfmeterschießen eine Herausforderung, weil es schwer prognostizierbar ist. Die Statistik zeigt, dass das Elfmeterschießen ein Gleichmacher ist — das favorisierte Team gewinnt nur geringfügig häufiger als der Underdog. Und dennoch gibt es Muster, Rekorde und Wettmärkte, die sich analysieren lassen.
Die längsten Elfmeterschießen: Sandhausen, Illertissen und Co.
Der absolute Rekord im DFB-Pokal liegt bei 13:12 — ein Elfmeterschießen zwischen dem SV Sandhausen und dem VfB Stuttgart aus der Saison 1995/96, bei dem 26 Elfmeter geschossen wurden, bevor ein Sieger feststand. In der regulären Serie von fünf gegen fünf konnte kein Team die Oberhand gewinnen, und im Sudden Death wurde Elfmeter um Elfmeter verwandelt, bis schließlich ein Fehlschuss die Entscheidung brachte.
Dieses Ergebnis ist nicht nur ein historisches Kuriosum, sondern ein Beleg für die Unberechenbarkeit des Elfmeterschießens. Sandhausen, damals ein Drittligist, stand einem Bundesligisten gegenüber — und nach 120 Minuten regulärer Spielzeit sowie Verlängerung waren beide Teams gleich auf. Im Elfmeterschießen spielte die Ligenzugehörigkeit keine Rolle mehr.
In der aktuellen Saison 2025/26 lieferte die 1. Runde einen Nachfolger in der Kategorie dramatischer Elfmeter-Duelle: Der FV Illertissen, ein Regionalligist, eliminierte den Zweitligisten 1. FC Nürnberg im Elfmeterschießen mit 6:5. Nach 120 Minuten stand es 2:2, und erst der zwölfte Elfmeterschütze des Abends — ein Spieler aus der vierthöchsten Liga Deutschlands — verwandelte den entscheidenden Strafstoß. Für Wettende, die den Elfmeter-Markt im Blick hatten, war das ein profitabler Abend.
Weitere bemerkenswerte Elfmeterschießen der jüngeren Pokalgeschichte: St. Pauli gegen Hoffenheim mit 8:7 und Braunschweig gegen Stuttgart mit ebenfalls 8:7, beide in der Saison 2025/26. Der DFB-Pokal produziert diese Dramen mit einer Regelmäßigkeit, die zeigt, dass das Elfmeterschießen kein Randphänomen ist, sondern ein fester Bestandteil des Wettbewerbs.
Wie oft es im Pokal zum Elfmeterschießen kommt
Die Häufigkeit von Elfmeterschießen variiert je nach Runde und Saison, folgt aber einem erkennbaren Muster. In der 1. Runde, wo das Leistungsgefälle zwischen den Teams am größten ist, sind Elfmeterschießen seltener, weil der Favorit das Spiel meist innerhalb der regulären Spielzeit oder der Verlängerung entscheidet. In den späteren Runden, wo die Teams näher beieinanderliegen, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Elfmeterschießens an.
Statistisch betrachtet werden über eine gesamte Pokalsaison hinweg etwa acht bis zwölf Prozent aller Spiele im Elfmeterschießen entschieden. In den Halbfinals und Finals liegt dieser Anteil höher, weil die Teams vorsichtiger agieren und ein Unentschieden nach 90 Minuten wahrscheinlicher ist. Die letzten zwanzig Pokalfinals umfassen mehrere Spiele, die erst im Elfmeterschießen entschieden wurden — ein Beleg dafür, dass dieser Modus auch auf höchstem Niveau relevant bleibt.
Für Wettende ergibt sich daraus eine interessante Strategie: In den späten Runden des Pokals steigt der Value auf Wettmärkte, die das Elfmeterschießen als Ausgang berücksichtigen. Die Weiterkommen-Wette wird durch die Elfmeter-Option zum Gleichmacher, und der Markt Elfmeterschießen Ja/Nein bietet Quoten, die in den Halbfinals attraktiver sind als in der 1. Runde.
Die psychologische Dimension spielt dabei eine zentrale Rolle. Im Elfmeterschießen ist die Nervenstärke des einzelnen Schützen oft entscheidender als die Gesamtqualität des Teams. Junge Spieler, die zum ersten Mal in einem Pokal-Halbfinale stehen, verschießen statistisch häufiger als erfahrene Profis mit Finalerfahrung. Wer die Kader beider Teams kennt und einschätzen kann, welche Spieler im Ernstfall zum Elfmeter antreten würden, hat einen Informationsvorsprung, der sich auf dem Elfmeter-Markt in Value umwandeln lässt.
Ein weiterer Faktor: Die Reihenfolge der Schützen. Das Team, das zuerst schießt, gewinnt statistisch gesehen geringfügig häufiger — der Druck auf den zweiten Schützen, gleichziehen zu müssen, ist messbar größer. Im DFB-Pokal entscheidet der Münzwurf über die Reihenfolge, und einige Buchmacher bieten Wetten auf das Ergebnis des Münzwurfs oder auf das zuerst schießende Team an.
Ein wichtiger Hinweis: Die Über/Unter-Wette und die Dreiweg-Wette berücksichtigen Elfmetertore nicht. Für diese Märkte zählt ausschließlich das Ergebnis nach 90 Minuten regulärer Spielzeit. Nur die Weiterkommen-Wette und spezifische Elfmeter-Märkte beziehen das Elfmeterschießen in die Abrechnung ein.
Wettmärkte rund um Elfmeter: Welche Optionen Buchmacher bieten
Die Wettmärkte rund um das Elfmeterschießen im DFB-Pokal sind vielfältiger, als die meisten Gelegenheitswettenden vermuten. Neben dem offensichtlichen Markt Elfmeterschießen Ja/Nein bieten viele Buchmacher weitere Optionen an.
Der verbreitetste Markt ist die Wette auf den Sieger des Elfmeterschießens, die in der Regel als Live-Wette freigeschaltet wird, sobald feststeht, dass die Verlängerung kein Tor gebracht hat. Die Quoten liegen dann typischerweise nahe bei 50:50, mit leichten Abweichungen zugunsten des Teams, das als stärker eingeschätzt wird. Allerdings zeigt die Statistik, dass das favorisierte Team im Elfmeterschießen nur unwesentlich häufiger gewinnt — die Quoten sind also oft fairer als auf anderen Märkten.
Einige Anbieter offerieren zudem Wetten auf die Gesamtzahl der Elfmeter, die exakte Anzahl der Fehlschüsse oder ob beide Torhüter mindestens einen Elfmeter halten werden. Diese Spezialwetten haben kleine Wettvolumina und entsprechend höhere Buchmacher-Margen, bieten aber für Kenner gelegentlich Value — etwa wenn ein Team einen als elfmeterschwach bekannten Torhüter einsetzt.
Abseits der Elfmeterschießen-Märkte existieren auch Wetten auf reguläre Elfmeter während des Spiels: Wird es einen Strafstoß geben, wer verwandelt ihn, und in welcher Halbzeit fällt er? Diese Märkte sind vom Elfmeterschießen unabhängig und beziehen sich auf die reguläre Spielzeit plus Verlängerung. Im DFB-Pokal, wo Fouls im Strafraum durch die erhöhte Spielintensität keine Seltenheit sind, bieten diese Märkte eine interessante Nische.
Für Wettende, die sich auf Elfmeter-Märkte spezialisieren wollen, gilt: Daten schlagen Bauchgefühl. Die Elfmeter-Statistiken der beteiligten Teams — Verwandlungsquote, Torhüter-Haltestatistik, bevorzugte Schussrichtung — sind bei spezialisierten Statistikportalen verfügbar und können den entscheidenden Informationsvorsprung liefern.
Eine abschließende strategische Überlegung: Das Elfmeterschießen ist kein Markt für hohe Einsätze, sondern für kleine, gezielte Wetten mit hohem Unterhaltungswert und gelegentlichem Value. Wer sein gesamtes Budget auf ein Elfmeterschießen setzt, verwechselt Analyse mit Glücksspiel. Wer dagegen eine kleine Freebet oder einen Bruchteil seiner Bankroll auf einen Elfmeter-Markt platziert und dabei die verfügbare Statistik nutzt, spielt den Markt, wie er gespielt werden sollte — mit Respekt vor der Unberechenbarkeit und einem Plan für den Fall, dass die Daten recht behalten. 26 Schüsse, ein Sieger — der dramatischste Moment im Pokal verdient auch den klügsten Einsatz.
Hinweis: Sportwetten sind ein Glücksspiel und können süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst und setzen Sie nur Geld ein, dessen Verlust Sie verkraften können. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Hilfe erhalten Sie bei der BZgA unter 0800 1 37 27 00 sowie unter check-dein-spiel.de. Alle genannten Wettanbieter verfügen über eine gültige GGL-Lizenz. Glücksspiel kann süchtig machen.