Doppelte Chance im DFB-Pokal: Doppelt abgesichert wetten

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Zwei von drei Ergebnissen auf Ihrer Seite. Die Doppelte Chance ist eine der beliebtesten Absicherungswetten im Fußball — und im DFB-Pokal, wo Überraschungen zum Wesen des Wettbewerbs gehören, macht sie besonders viel Sinn. Statt auf ein einzelnes Ergebnis zu setzen, deckt die Doppelte Chance zwei der drei möglichen Ausgänge eines Spiels ab: Heimsieg oder Unentschieden, Auswärtssieg oder Unentschieden, oder Heimsieg oder Auswärtssieg.

Das Prinzip klingt simpel, und das ist es auch. Doch die Frage, wann sich eine Doppelte Chance im DFB-Pokal wirklich lohnt, erfordert ein Verständnis der Quotenmechanik und der spezifischen Pokal-Dynamik. Denn mehr Sicherheit bedeutet automatisch niedrigere Quoten — und ob der Trade-off stimmt, hängt von der konkreten Spielkonstellation ab.

So funktioniert die Doppelte Chance: Drei Varianten erklärt

Die Doppelte Chance existiert in drei Varianten, die jeweils zwei der drei Dreiweg-Ausgänge abdecken. Die erste und häufigste ist 1X — Heimsieg oder Unentschieden. Wer diese Wette platziert, gewinnt, wenn die Heimmannschaft siegt oder das Spiel nach 90 Minuten unentschieden endet. Die zweite Variante ist X2 — Unentschieden oder Auswärtssieg. Und die dritte Variante 12 — Heimsieg oder Auswärtssieg — deckt jeden Ausgang ab, bei dem ein Team nach 90 Minuten gewinnt, schließt aber das Unentschieden aus.

Im DFB-Pokal bezieht sich die Doppelte Chance, wie alle Dreiweg-Wetten, ausschließlich auf die reguläre Spielzeit von 90 Minuten. Ein Unentschieden nach 90 Minuten ist im Pokal zwar kein Endergebnis — es folgen Verlängerung und gegebenenfalls Elfmeterschießen — aber für die Dreiweg-Wette und die Doppelte Chance zählt nur das Ergebnis nach 90 Minuten. Das ist ein entscheidender Punkt, den viele Gelegenheitswettende übersehen.

Ein Praxisbeispiel: Im Pokal-Halbfinale Stuttgart gegen Freiburg setzen Sie auf X2 — Unentschieden oder Freiburg-Sieg. Wenn das Spiel nach 90 Minuten 1:1 steht, ist Ihre Wette gewonnen, unabhängig davon, was in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen passiert. Wenn Stuttgart in der 93. Minute das 2:1 erzielt und das Spiel mit 2:1 nach 90 Minuten endet, ist Ihre Wette verloren — obwohl das Spiel technisch noch in die reguläre Spielzeit plus Nachspielzeit fällt.

Die Variante 12 — Heimsieg oder Auswärtssieg — hat im Pokal eine besondere Dynamik. Da Pokalspiele nicht unentschieden enden können, mag es kontraintuitiv erscheinen, auf diese Variante zu setzen. Doch die Wette bezieht sich auf die 90 Minuten, und in dieser Zeitspanne enden durchaus Spiele remis. Die 12-Variante schließt genau dieses Szenario aus und bietet dafür eine höhere Quote als die anderen Doppelte-Chance-Varianten.

Für jede Variante gilt: Die Quote der Doppelten Chance ist immer niedriger als die Quote des einzelnen Ausgangs, weil die Wahrscheinlichkeit des Eintretens höher ist. Eine Heimsieg-Quote von 1.80 kombiniert mit einer Unentschieden-Quote von 3.40 ergibt eine Doppelte-Chance-1X-Quote im Bereich von 1.20 bis 1.30. Die niedrigere Quote ist der Preis für die höhere Sicherheit.

Wann Doppelte Chance im Pokal die beste Wahl ist

Die Doppelte Chance macht im DFB-Pokal dann Sinn, wenn die Konstellation eines Spiels ein enges Ergebnis erwarten lässt, aber der Wettende eine Tendenz hat. Typische Szenarien gibt es mehrere.

Das klassische Einsatzgebiet ist die 1. Runde, wenn ein Bundesligist auf einen Amateurverein trifft. Der Favorit hat eine hohe Siegwahrscheinlichkeit, aber die Pokalhistorie zeigt, dass Überraschungen möglich sind. In der Saison 2025/26 gab es laut Fussballdaten.de nur drei Sensationen in der 1. Runde — der niedrigste Wert seit 2009/10. Selbst in einer Saison mit wenigen Überraschungen bleibt ein Restrisiko, und die Doppelte Chance 1X auf den Favoriten sichert gegen ein Unentschieden nach 90 Minuten ab, das dann in der Verlängerung entschieden wird.

Ein zweites Szenario betrifft Pokalhalbfinals zwischen Bundesligisten. Hier sind die Teams oft nah beieinander, das Spieltempo ist hoch, und die taktische Ausrichtung tendiert zur Vorsicht. Die Wahrscheinlichkeit eines Unentschiedens nach 90 Minuten steigt in solchen Konstellationen deutlich an. Die Doppelte Chance X2 auf den Außenseiter — etwa Freiburg gegen Stuttgart — deckt das Remis ab und wird bei einer Quote von 1.40 bis 1.60 attraktiv, wenn man glaubt, dass der Favorit Schwierigkeiten haben wird, das Spiel in 90 Minuten zu entscheiden.

Weniger sinnvoll ist die Doppelte Chance, wenn die Quoten bereits extrem niedrig sind. Bei einem Heimfavoriten mit einer Dreiweg-Quote von 1.20 liegt die Doppelte Chance 1X bei etwa 1.05 — ein Ertrag, der das Risiko kaum rechtfertigt, zumal auch ein Restrisiko niemals null ist.

Quotenberechnung: Warum Doppelte Chance niedrigere Quoten bietet

Warum bietet die Doppelte Chance niedrigere Quoten als eine Einzelwette? Die Antwort liegt in der Implied Probability. Wenn eine Einzelwette auf den Heimsieg eine Implied Probability von 45 Prozent hat und das Unentschieden 28 Prozent, dann hat die Doppelte Chance 1X eine kombinierte Implied Probability von 73 Prozent. Eine Wette, die in 73 von 100 Fällen gewinnt, bietet logischerweise eine niedrigere Quote als eine, die nur in 45 von 100 Fällen gewinnt.

Die Berechnung der fairen Doppelte-Chance-Quote folgt einer simplen Formel: Man addiert die Implied Probabilities der beiden Einzelausgänge und bildet den Kehrwert. In unserem Beispiel: 1 geteilt durch 0,73 gleich 1,37. Die faire Quote für 1X läge also bei 1.37. Da der Buchmacher seine Marge einkalkuliert, wird die tatsächlich angebotene Quote etwas niedriger liegen — bei einem Quotenschlüssel von 93 bis 95 Prozent typischerweise bei 1.28 bis 1.33.

Für Wettende ist die entscheidende Frage, ob die angebotene Doppelte-Chance-Quote den tatsächlichen Wert widerspiegelt. Ein Vergleich zwischen der angebotenen DC-Quote und der selbst berechneten fairen Quote zeigt sofort, wie viel Marge der Buchmacher einbehält. Je näher die angebotene Quote an der fairen Quote liegt, desto besser das Angebot.

Im DFB-Pokal lohnt sich dieser Vergleich besonders in den späten Runden. Bei Topspielen wie den Halbfinals steigt der Quotenschlüssel auf 96 bis 98 Prozent, was die Marge auf Doppelte-Chance-Wetten minimal hält. In der 1. Runde, wo der Quotenschlüssel niedriger liegt und die Buchmacher weniger Daten haben, kann die Marge auf DC-Wetten hingegen deutlich höher ausfallen. Die Doppelte Chance ist also nicht nur eine Frage der Spielkonstellation, sondern auch des Zeitpunkts im Turnier.

Ein abschließender Gedanke zur Strategie: Die Doppelte Chance eignet sich hervorragend als Baustein in Kombiwetten. Wer drei Pokalspiele in einer Kombiwette zusammenfasst und bei jedem die Doppelte Chance spielt, erhält eine Gesamtquote, die trotz der niedrigeren Einzelquoten attraktiv sein kann — bei gleichzeitig deutlich höherer Trefferwahrscheinlichkeit als eine Dreiweg-Kombi. Im Pokal, wo Überraschungen das Wesen des Wettbewerbs sind, ist diese Absicherung oft der Unterschied zwischen einem verlorenen Wetttag und einem profitablen Abend. Zwei von drei Ergebnissen auf Ihrer Seite — das ist keine Garantie, aber ein solides Fundament.

Hinweis: Sportwetten sind ein Glücksspiel und können süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst und setzen Sie nur Geld ein, dessen Verlust Sie verkraften können. Das Mindestalter für Sportwetten beträgt 18 Jahre. Hilfe bei problematischem Spielverhalten erhalten Sie bei der BZgA unter 0800 1 37 27 00 sowie unter check-dein-spiel.de. Alle genannten Wettanbieter verfügen über eine gültige GGL-Lizenz. Glücksspiel kann süchtig machen.